Geschäftsanbahnung Algerien Automobil
Zielgruppe
Deutsche Unternehmen aus dem Bereich Automobilwirtschaft
Termin
28. Juni-03. Juli 2026
Anmeldefrist
27. März 2026
Zielregion
Algerien
Förderprogramm
Das Markterschließungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE)
Modul
Geschäftsanbahnung
Ihre Ansprechpartnerin

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) organisiert enviacon international eine Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Unternehmen im Bereich Automobilwirtschaft nach Algerien. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen.
Programm
Branchen- und Ziellandinformationen
Zielmarktwebinar und -handout zur Vorbereitung sowie ein Länderbriefing als Auftakt vor Ort
Networking-veranstaltung
Präsentationsveranstaltung inkl. Firmenpräsentationen mit Vorstellung der Produkte bzw. Dienstleistungen für zielländisches Fachpublikum
Firmenbesuche
Gemeinsame Besuche zu relevanten Unternehmen und Behörden der Branche. Diese werden auf die teilnehmenden deutschen Unternehmen angepasst.
Individuelle B2B- Meetings
Individuelle und begleitete Geschäftsgespräche mit potenziellen Geschäftspartnern
Vorläufiges Programm
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Individuelle Anreise der deutschen Teilnehmenden.
Sonntag
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Delegationsbriefing zu Kanadas wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
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Präsentationsveranstaltung vor Fachpublikum mit Fachvorträgen bspw. zu aktuellen und geplanten Projekten
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Präsentation der Technologien und Lösungen der deutschen Teilnehmenden mit anschließendem Networking Event.
Montag
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Individuelle B2B-Termine bei Unternehmen und Institutionen nach vorheriger Abstimmung der individuellen Interessen der deutschen Unternehmen.
Dienstag
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Individuelle B2B-Termine bei Unternehmen und Institutionen nach vorheriger Abstimmung der individuellen Interessen der deutschen Unternehmen.
Mittwoch /Donnerstag
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De-Briefing und Abschlussgespräche
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Planung der nächsten Schritte und zukünftiger Kooperationen.
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Individuelle Abreise
Freitag
Geschäftschancen
Algerien zählt mit einem geschätzten nominalen Bruttoinlandsprodukt von rund 170 Mrd. USD (2024) zu den größten Volkswirtschaften Afrikas. Das Land verfügt über bedeutende Energie- und Rohstoffressourcen, eine junge und wachsende Bevölkerung sowie eine strategische Lage zwischen Nordafrika und dem Mittelmeer, was es zu einem attraktiven Markt für industrielle Entwicklung und wirtschaftliche Partnerschaften macht.
Die algerische Regierung verfolgt seit mehreren Jahren eine aktive Industriepolitik zur Förderung lokaler Produktion und Wertschöpfung. Vor diesem Hintergrund wird der Automobilsektor als ein Schlüsselbereich identifiziert, der durch den Ausbau von Montagekapazitäten, Zulieferstrukturen und Technologiekooperationen zur Diversifizierung der Wirtschaft beitragen soll.
Der Automobilmarkt in Algerien bietet interessante Perspektiven für internationale Akteure. Der Bedarf an Fahrzeugen ist hoch: Schätzungen gehen von rund 500.000 neu benötigten Fahrzeugen pro Jahr aus, die der lokale Markt aktuell nicht deckt, da weniger als 10 % des Bedarfs im Inland produziert werden und der Rest importiert werden muss.
Die Fahrzeugproduktion liegt laut jüngsten Daten bei mehreren Zehntausend Einheiten pro Jahr, mit Anlagen wie dem Stellantis-Werk in Tafraoui, das bis zu 90.000 Fahrzeuge jährlich produzieren kann, wenn die Kapazität voll ausgeschöpft wird.
Neuwagenverkäufe erreichten etwa 200.840 Einheiten im Jahr 2024, was einen deutlichen Anstieg gegenüber Vorjahren darstellt und auf eine steigende Nachfrage hinweist. Neben der Fahrzeugproduktion selbst wächst auch der Bedarf an lokaler Produktion von automobilbezogenen Teilen und Komponenten.
Chancen für deutsche Unternehmen
Deutsche Unternehmen finden im aufstrebenden algerischen Automobilsektor bedeutende Geschäfts- und Partnerschaftsmöglichkeiten, insbesondere in:
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Fahrzeugmontage und Produktionstechnologie: Anlagen für Fertigungslinien, Automatisierung, Robotik, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung.
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Zulieferindustrie und Komponentenfertigung: Lokale Herstellung von Karosserie-, Metall- und Kunststoffteilen, Kabelbäumen, Elektronik sowie Ersatz- und Aftermarket-Komponenten.
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Industrielle Infrastruktur und Clusterentwicklung: Aufbau von Automotive-Industrieparks, Logistik- und Supply-Chain-Lösungen, Prüftechnik und Zertifizierungssysteme.
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Wartung, Service und Mobilitätslösungen: Werkstattausrüstung, Diagnosesysteme, Ersatzteilversorgung, Flottenmanagement und urbane Mobilitätsdienste.
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Ausbildung, Engineering und Technologietransfer: Fachkräfteschulungen, Engineering-Unterstützung, Beratung zur Lokalisierung sowie Kooperationen mit Industrie- und Regierungsinstitutionen.
Teilnahmebedingungen
Das Projekt ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens:
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250 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 2 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 10 Mitarbeitenden
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850 EUR (netto) für Teilnehmende mit weniger als 150 Mio. EUR Jahresumsatz und weniger als 750 Mitarbeitenden
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1.500 EUR (netto) für Teilnehmende ab 150 Mio. EUR Jahresumsatz oder ab 750 Mitarbeitenden
Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmenden selbst getragen. Für alle Teilnehmenden werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.
Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.gtai.de/mep abgerufen werden.





