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Geschäftsanbahnung Vietnam Holzverarbeitung und Möbelproduktion

Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen aus dem Bereich Holzverarbeitung und Möbelproduktion im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK

Durchführungszeitraum: 24. - 28. Oktober 2022

Veranstaltungsort: Vietnam

Anmeldefrist: 12. August 2022

+++ Sollte auf Grund der globalen Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) Reisen nach Vietnam nicht möglich sein, wird die Geschäftsanbahnung digital organisiert. +++

Vom 24.-28. Oktober 2022 führt die AHK Vietnam, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), mit Unterstützung von enviacon international eine Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen aus dem Bereich Holzverarbeitung und Möbelproduktion nach Vietnam durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU.

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Im Fokus der Geschäftsanbahnung steht das B2B-Matchmaking zwischen deutschen Unternehmen und ausländischen Akteuren. Das Markterschließungsprogramm richtet sich primär an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Vietnam, darunter:

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  • Individuelle Geschäftstermine: Individuell vorbereitete und durch Dolmetscher begleitete Geschäftstermine und Erstkontaktgespräche.

  • Marktbriefing: Seminarveranstaltung mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Präsentationsveranstaltung: Die Präsentationsveranstaltung mit Unterstützung lokaler Branchenverbände und Unternehmen bietet Teilnehmern Möglichkeiten zum Networking und im Rahmen eines Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten dem lokalen Fachpublikum und möglichen Geschäftspartnern näher zu bringen.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Diese beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und -entwicklungen, rechtliche und politische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken im Zielmarkt.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt und ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Zielmarkt Vietnam

Vietnam ist ein Land im Aufschwung. Den Grundstein der wirtschaftlichen Entwicklung legten die 1986 eingeführten Doi Moi Reformen, die den Transformationsprozess von einer sozialistischen zu einer marktwirtschaftlichen und liberalisierten Volkswirtschaft einläuteten und den Handel mit kapitalistischen Staaten ermöglichten. Die Privatisierung von Produktionsmitteln und die durch die Wirtschaftsreformen angezogenen ausländischen Investoren legten das Fundament für weitgehend konstante Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts. Im letzten halben Jahrzehnt lag das annuale BIP Wachstum ausnahmslos zwischen 6 und 7,1%. Dieser Trend sollte sich 2021 mit prognostizierten zwischen 6 und 7% fortsetzen, sank covidbedingt jedoch auf 2,58%. Damit gehört Vietnam zu den wenigen Ländern, die trotz der Pandemie ein positives Wachstum verzeichnen.

Die Holzverarbeitungsindustrie entwickelt sich neben Elektronik und Textil zum dritten Standbein der weiterverarbeitenden Exportwirtschaft Vietnams. 2020 avancierte Vietnam zum fünftgrößte Möbelexporteur der Welt, die zu einem Großteil aus Holz hergestellt werden.
In den letzten zehn Jahren hat sich der Holzmöbelexport Vietnams entwickelt. Das Ausfuhrwachstum der Industrie wurde jährlich um etwa 15 bis 18% von 3,44 Mrd. USD im Jahr 2010 auf 14,8 Mrd. USD im Jahr 2021 gesteigert, was einem starken Anstieg von 19,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Branche schaut zuversichtlich in die Zukunft und peilt bis zum Jahr 2025 Exporte im Wert von 20 Mrd. USD an.


Die COVID-19-Pandemie brach aus und hatte starke Auswirkungen auf eine Reihe von Warenlieferketten auf dem Weltmarkt, darunter Vietnams Holzverarbeitungsindustrie. Trotz der komplizierten Situation der Pandemie ist Vietnams Holzverarbeitungsindustrie jedoch immer noch sehr positiv.


Wichtige Branchen wie die Bekleidungs- und Schuhindustrie, aber auch die Smartphone Produktion leiden noch unter der geringen Nachfrage, insbesondere aus Europa. Andere Branchen, wie die Computer- und Möbelproduktion, können dagegen von dem durch Homeoffice und sozialer Isolation getriebenen international steigenden Bedarf profitieren.


In Zukunft könnte Vietnam zum größten Möbelexporteur der Welt aufsteigen. Im Land wird der gesamte Verarbeitungs-prozess vom Abholzen, über den Schnitt bis hin zur Endverarbeitung dargestellt. Vietnamesische Veredler dringen inzwischen auch in höherwertige Möbelproduktion, vor allem im Bereich der Polstermöbel, vor. Gerade lokale Unternehmen sehen sich einem wachsenden Innovationsdruck ausgesetzt. Steigende Löhne machen Produktivitätssteigerungen erforderlich, und höhere Ansprüche der in- und ausländischen Kunden erfordern Investitionen in die technologische Ausstattung der Betriebe.

 

Chancen für deutsche Unternehmen

​Entlang der Produktionskette ergeben sich zahlreiche Absatzchancen für Hersteller von Maschinen sowie Verbrauchsgütern. Auch besteht starker Aufholbedarf im Bereich Know-how. Der überwiegende Teil der vietnamesischen Branchenunternehmen produziert bislang noch als reine Auftragsfertiger. Nur ein geringer Teil der lokalen Möbelproduzenten ist bereits in der Lage, eigene Designs zu kreieren. Zudem fehlt es den meisten lokalen Unternehmen an hinreichenden Management- und Marketingkenntnissen, um eigenständig auf ausländischen Märkten zu agieren.


Im Rahmen des Projektes sollen deutschen Herstellern auch Distributoren vermittelt werden, um diesen Markt effektiv bearbeiten zu können. Deutsche Unternehmen haben durch ihren guten Ruf, besonders in Bezug auf qualitativ hochwertige Produkte gute Chancen, ihren Marktanteil innerhalb des nach wie vor wachsenden Marktes auszubauen.

Zielgruppe und Preis

Die Geschäftsanbahnung richtet sich an deutsche Unternehmen aus dem Bereich Holzverarbeitung und Möbelproduktion. Sie zielt darauf ab, Kontakte zu vietnamesischen Unternehmen zu knüpfen und auszubauen und neue Kooperationen in diesem Markt zu ermöglichen.

Für die Teilnahme and der Geschäftsanbahnung ist ein Teilnehmerbeitrag zu entrichten. Dieser beträgt in Abhängigkeit der Unternehmensgröße zwischen 500 und 1.000 EUR (netto). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Infoletter, den Sie sich oben herunterladen können. 

Ihre Ansprechpartnerin
Lara Bolhuis

Lara Bolhuis

Managing Director

Tel. +49 30 814 8841 -29 

bolhuis@enviacon.com

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