GESCHÄFTSANBAHNUNGSREISE TÜRKEI BERGBAU & ROHSTOFFE
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Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Unternehmen im Bereich Bergbau und Rohstoffe mit Fokus auf Kohlebergbauin die Türkei im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Veranstaltungszeitraum: 27. - 31. Januar 2020

Anmeldeschluss: 8. November 2019

Veranstaltungsort: Istanbul, Zonguldak, Ankara

Vom 27 bis zum 31.01.2020 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise in die Türkei durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Während der fünftägigen Maßnahme erhalten deutsche Unternehmen einen umfassenden Einblick in konkrete, branchenspezifische Geschäftsmöglichkeiten in der Türkei und treffen vor Ort mögliche künftige Geschäfts- und Kooperationspartner. Das vielseitige Programm bietet branchenspezifische Daten und Fakten zum Zielmarkt sowie individuell zugeschnittene Informationen und Geschäftstermine.

 

Teilnahmebedingungen und Format der Reise

Ziel der Geschäftsanbahnungsreise ist es, deutsche Unternehmen bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte und der internationalen Positionierung zu unterstützen. Die Geschäftsanbahnung richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Energiebranche und anverwandten Teilbranchen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm umfasst eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Südkorea, darunter:

  • Geschäftstermine: Individuell vorbereitete und vor Ort durch Dolmetscher begleitete Geschäftstermine und Erstkontaktgespräche

  • Marktbriefing: Seminarveranstaltung mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft beider Märkte

  • Auftaktveranstaltung: Die halbtägige Präsentationsveranstaltung (Konferenz) mit Unterstützung lokaler Branchenverbände und Unternehmen bietet Teilnehmern Möglichkeiten zum Networking und im Rahmen eines Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten dem lokalen Fachpublikum und möglichen Geschäftspartnern näher zu bringen.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und –entwicklungen, rechtliche, politische und logistische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken im Zielmarkt.

  • Gruppenbesichtigungen von Unternehmen und Institutionen

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Marktinformationen

Die Abhängigkeit der Türkei von Energieimporten lag 2017 bei 77,1 % mit einem Gesamtwert von ca. 37 Mrd. USD. Derzeit sind die Energieimporte 1,5-mal so hoch wie das Leistungsbilanzdefizit und sind daher eines der drängendsten wirtschaftlichen Schwachstellen der Türkei. Aus diesen Gründen hat das Ministerium für Energie und natürliche Ressourcen eine nationale Energiepolitik auf den Weg gebracht. Diese drängt auf eine Erhöhung der Nutzung inländischer Ressourcen, insbesondere der Kohle, auf die im Jahr 2016 ein Drittel der Stromerzeugung entfielen. In Bezug auf das Volumen importierte die Türkei 2017 fast 37 Mio. Tonnen Steinkohle. Insgesamt sollen laut Ministerium zukünftig 65 % des Energieverbrauchs aus inländischen Quellen stammen.

 

Kohle ist daher eine wichtige strategische Ressource für die Türkei. Entsprechend der allgemeinen Privatisierungsoffensive der Regierung für die türkische Wirtschaft wurde die Kohle in den letzten zehn Jahren schrittweise privatisiert. Bergbaulizenzen werden an private Unternehmen versteigert, welche dann den Auftrag zum Bau von neuen Kraftwerken erhalten.

 

Nach Aussagen des Ministeriums für Energie und natürliche Ressourcen soll der Kohleabbau im Jahr 2018 landesweit auf 100 Mio. Tonnen gestiegen sein (2017: 80 Mio. Tonnen). Die minderwertige türkische Braunkohle hat mit 1.000 bis 5.000 Kilokalorien pro Kilogramm einen vergleichsweise niedrigen Brennwert, ist jedoch in großen Mengen verfügbar. Knapp 46 % der insgesamt knapp 18 Mrd. Tonnen Braunkohlereserven der Türkei befinden sich im Gebiet von Afsin-Elbistan. Darüber hinaus gibt es in der westlichen Schwarzmeerprovinz Zonguldak 506 Mio. Tonnen nachgewiesene Steinkohlereserven.

 

In der Türkei sind die verschiedenen Regionen in sechs aufsteigenden Förderstufen aufgeteilt. U. a. Kohleprojekte, die als strategisch für den Energiebedarf des Landes erachtet werden, erhalten unabhängig vom Standort Vergünstigungen der Stufe fünf des türkischen Investitionsförderungssystems. Der Staat vergibt außerdem Abnahmegarantien, gewährt Steuererleichterungen sowie Zollbefreiungen beim Import von Ausrüstungen und verteilt Zuschüsse zum Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer. Darüber hinaus hat die Regierung einen garantierten Strompreis von 0,05 EUR pro kWh Kohle versprochen und die Zusage abgegeben, 6 Mrd. kWh Kohle pro Jahr zu kaufen.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

In der Türkei sind nur in den tieferen Schichten Kohlereserven in guter Qualität verfügbar. Dies steigert die Nachfrage nach internationalem Fachwissen und Know-how, um diese fördern zu können.

Unter den Plänen des Ministeriums für die Jahre 2023 und darüber hinaus, gibt es verschiedene Strategien zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits aufgrund der Abhängigkeit der Türkei von Energie. Eine der wichtigsten Säulen dieser Pläne ist die Nutzung der heimischen, öl- und erdgasfreien Braunkohlenressourcen des Landes zur Stromerzeugung mit sauberen Kohletechnologien. Hierbei soll ein großer Teil der Ausrüstung für Kraft- und Bergwerke sowie Know-how importiert werden und bietet somit gute Geschäftschancen für deutsche Unternehmen in diesem Bereich.

Informationsflyer und Anmeldeunterlagen:

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Lara Bolhuis

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