GESCHÄFTSANBAHNUNGSREISE TAIWAN
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Geschäftsanbahnungsreise für deutsche Anbieter von Produkten, Technologien und Strategien für die Stilllegung und den Rückbau von Kernkraftwerken im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Veranstaltungszeitraum: 11. - 15.05.2020

Anmeldeschluss: 14.02.2020

Veranstaltungsort: Taipei

Vom 11.05.2020 bis zum 15.05.2020 führt enviacon, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine Geschäftsanbahnungsreise nach Taiwan durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU.

 

Teilnahmebedingungen und Format der Reise

Die Geschäftsanbahnungsreise wird von enviacon international in Zusammenarbeit mit Geber Brand Consulting Ltd. organisiert. Als Fachpartner unterstützen außerdem VGB PowerTech e.V. und Kerntechnik Deutschland e.V. Das Projekt ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU und unterliegt den De-Minimis-Regelungen. Der Eigenanteil der Unternehmen für die Teilnahme am Projekt beträgt in Abhängigkeit von der Größe des Unternehmens.


Reise-, Unterbringungs- und Verpflegungskosten werden von den Teilnehmern selbst getragen. Für alle Teilnehmer werden die individuellen Beratungsleistungen in Anwendung der De-Minimis-Verordnung der EU bescheinigt. Teilnehmen können maximal 12 Unternehmen. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt, wobei KMU Vorrang vor Großunternehmen haben.

Das Programm umfasst eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Taiwan, darunter:

  • Individuelle Termine: Für die teilnehmenden Unternehmen werden im Vorfeld der Reise individuelle geschäftliche Termine mit ausgesuchten potentiellen Geschäftspartnern und Auftraggebern im Zielland vereinbart.

  • Zielmarktanalyse: Die teilnehmenden deutschen Unternehmen erhalten im Vorfeld der Reise eine eigens für die Veranstaltung erstellte Zielmarktanalyse mit relevanten Markt- und Brancheninformationen

  • Besuche von Institutionen und Referenzprojekten: Im Rahmen des Programms werden ausgewählte Institutionen und Referenzprojekte besucht.

  • Präsentation: Im Rahmen einer Präsentationsveranstaltung im Zielland stellen sich die deutschen Unternehmen individuell mit einem Vortrag einem ausgewählten taiwanesischen Fachpublikum vor, das aus Vertretern von Unternehmen, Verbänden, staatlichen Institutionen besteht.

  • Networking: Im Anschluss an die Präsentationsveranstaltung und während des Rahmenprogramms können kurzfristig Kontakte zu den anwesenden Vertretern der einheimischen Unternehmen aufgenommen werden.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit dem Markterschließungsprogramm für KMU kleine und mittlere Unternehmen bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte. Inhaltliche Schwerpunkte des Programms sind weltweite Zukunftsthemen und Megatrends mit steigenden Geschäftspotenzialen für kleine und mittlere Unternehmen.


Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Marktinformationen

Nach der Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima wurde Nuklearenergie zum zentralen Thema der taiwanesischen Politik. Wichtigster Punkt ist die Stilllegung und der Rückbau der vorhandenen Anlagen, was auch in den Präsidentschaftswahlen 2012 und 2016 zum Politikum gemacht wurde. Der amtierende Präsident Tsai Ying Wen hatte während des Wahlkampfes versprochen, bis 2025 alle Kernkraftwerke stilllegen zu lassen. Im letzten Jahr erneuerte die taiwanesische Regierung das Versprechen, alle Kernkraftwerke zu schließen und keine neuen mehr zu bauen.

Im Jahr 2018 bezog Taiwan seine Energie zu 11 % aus Kernkraftwerken, zu 79 % aus fossilen Brennstoffen und zu 4 % aus Wasserkraftwerken. In den letzten Jahren wurde vermehrt auf Windenergie gesetzt, denn diese soll langfristig die Kernenergie ersetzen. Es gibt insgesamt vier Kernkraftwerke in Taiwan, von denen zwei noch in Betrieb sind und eines bereits stillgelegt ist. Die Errichtung des vierten wurde nie abgeschlossen und ruht. Mit einer Wiederaufnahme der Bauarbeiten ist nicht zu rechnen. Alle Kernkraftwerke gehören und werden betrieben vom staatlichen Energieversorgungsunternehmen Taipower. Taipower wiederum gehört zum Büro für Nuklearenergie des Ministeriums für Wirtschaftsangelegenheiten.


Der Beschluss zur Stilllegung wurde von der Regierung getroffen, die damit letztendlich auch für die Durchführung des Rückbaus die Verantwortung trägt. Der taiwanesischen Atomenergierat (AEC) bereitet die Vergabe von Rückbauaufträgen bereits vor. Insgesamt setzt die Regierung ihr Budget zum Rückbau der Kernkraftwerke bei über 2,3 Mrd. USD an.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Taiwanesische Unternehmen haben mit der Stilllegung und dem Rückbau von Kernkraftwerken keine Erfahrung und auch die Forschungsaktivitäten auf diesen Gebieten waren nur sehr begrenzt. Deutsche Unternehmen aus Branchen der Bauwirtschaft, Bauhandwerk, Infrastruktur, Baustoffen, Glas, Keramik und weitere, die im Bereich Stilllegung, Rückbau und Dekontaminierung tätig sind, sind willkommen, in Taiwan zur Stilllegung sowie zum Rückbau der Kernkraftwerke beizutragen. Da die Regierung plant, bis 2025 alle Kernkraftwerke stillzulegen, bietet sich aktuell ein großes Potenzial für deutsche Unternehmen, da dringend kompetente internationale Partner zur praktischen Umsetzung dieses Programms gesucht werden. Wegen des fehlenden Know-Hows in Taiwan selbst kann davon ausgegangen werden, dass wesentliche Aufträge dazu an ausländische Unternehmen erteilt werden.


Nicht zuletzt der gute Ruf deutscher Produkte und Technologien bietet gerade der deutschen kerntechnischen Industrie gute Chancen, in den Stillegungs- und Rückbauprozess Taiwans eingebunden zu werden. Dies gilt nicht zuletzt auch für die deutschen Kernkraftwerksbetreiber mit ihrem Know-How, ihren Erfahrungen und ihren strategischen Überlegungen im Zusammenhang mit dem sicheren Abfahren der Anlagen, zum Nachbetrieb sowie zur strategischen Planung von Stilllegung und Rückbau.

Informationsflyer und Anmeldeunterlagen:

Lara Bolhuis

Managing Director

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bolhuis@enviacon.com

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