DIGITALE GESCHÄFTSANBAHNUNG ALGERIEN BERGBAU & ROHSTOFFE 

Digitale Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen im Bereich Bergbau und Rohstoffe mit dem Zielland Algerien im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms

Veranstaltungszeitraum: 30. November - 03. Dezember 2020

Anmeldeschluss: 30. September 2020

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+++ Update: Aufgrund der aktuellen globalen  Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 (SARS-CoV-2) werden zentrale Bestandteile der Geschäftsanbahnungsreise (individuelle Geschäftstermine, Marktbriefing, Präsentationsveranstaltung) als Webinare über Konferenztools organisiert. +++ Als Sonderleistung für einzelne Teilnehmer unterstützt die AHK Algerien bei der Organisation von nachträglichen Geschäftsterminen und Unternehmensbesichtigungen, sobald Einreisen für deutsche Staatsbürger wieder autorisiert sind. +++

Vom 30.11 bis zum 03.12.2020 führt enviacon international, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), eine digitale Geschäftsanbahnung nach Algerien durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU. Während der viertägigen Maßnahme erhalten deutsche Unternehmen umfassende Einblicke in den algerischen Bergbau- und Rohstoffsektor, knüpfen erste Kontakte zu Geschäfts- und Kooperationspartnern im Zielmarkt und lernen den Absatzmarkt besser kennen. Das vielseitige Programm bietet branchenspezifische Daten und Fakten zum Zielmarkt sowie individuell zugeschnittene Informationen und Geschäftstermine.

Teilnahmebedingungen und Format der Reise

Ziel des Geschäftsanbahnungsformats ist es, deutsche Unternehmen bei ihrem außenwirtschaftlichen Engagement zur Erschließung neuer Absatzmärkte und der internationalen Positionierung zu unterstützen. Die digitale Geschäftsanbahnung richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Energiebranche und anverwandten Teilbranchen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm umfasst eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Algerien, darunter:

  • Individuelle Termine: Für die teilnehmenden Unternehmen werden im Vorfeld der Geschäftsanbahnung individuelle B2B-Termine mit ausgesuchten potenziellen Geschäftspartnern und Auftraggebern in Algerien vereinbart und digital durchgeführt

  • Zielmarktanalyse: Die teilnehmenden deutschen Unternehmen erhalten im Vorfeld der Reise eine eigens für die Veranstaltung erstellte Zielmarktanalyse über die Branche in den Zielländern.

  • Präsentation: Bei einer Konferenz mit einem ausgewählten algerischen Fachpublikum aus Vertretern von Unternehmen, Verbänden, und staatlichen Institutionen präsentieren die deutschen Unternehmen in einem Webinar ihre Produkte, Dienstleistungen und mögliche Kooperationsfelder.

  • Networking: Die Kontaktdaten der algerischen und deutschen Teilnehmer werden ausgetauscht und gegenseitig interessierende Fragen beantwortet. Ziel ist es, die zukünftige Markteinführung vor Ort in Algerien voranzutreiben.

  • Unterstützung bei nachträglichen Besuchen: Als Sonderleistung bietet die AHK Algerien den Teilnehmern Unterstützung bei der Organisation von nachträglichen Besichtigungen und Terminen, sobald Reisen nach Algerien wieder möglich sind.

Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt und ist Bestandteil des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

 

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Marktinformationen

Die Demokratische Volksrepublik Algerien ist das flächenmäßig größte Land des afrikanischen Kontinents und ein bedeutender wirtschaftlicher Teilnehmer. Besonders wichtig für die Wirtschaft Algeriens ist die Erdöl- und Erdgasproduktion, die die Hälfte des Volkseinkommens und 98 % der Exporte ausmacht. Hohe Erdöl- und Erdgaspreise am Weltmarkt resultierten in den letzten fünf Jahren in einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von rund 3 %. Gleichzeit konnten durch die Überschüsse in der Handelsbilanz steigende Importe von Lebensmitteln und Konsumgütern sowie große Infrastrukturvorhaben finanziert werden.

Der Bergbausektor gewinnt in Algerien zunehmend an Bedeutung.  Das Land, das reich an Bodenschätzen ist, setzt auf eine stärkere Diversifizierung der Wirtschaft, um seine Abhängigkeit von Erdöl und Erdgas zu reduzieren. Die Regierung beabsichtigt entsprechende Investitionen und die Beteiligung ausländischer Partner. So wird seit 2018 besonders der Abbau von Phosphat, Blei und Zink verstärkt gefördert. In Planung sind außerdem neue Anlagen, um die Vorkommen an Baryt, Diatomit und Bentonit aufzubereiten. Hinzu kommt ein hoher Bedarf an Baustoffen wie Sand und Kies, um die geplanten Großbauprojekte im Infrastruktur- und Wohnbaubereich umzusetzen. 

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Die Nachfrage nach deutschen Produkten und Dienstleistungen besteht. Dies gilt besonders für Maschinen und Geräte zum Sortieren, Sieben, Trennen, Waschen, Zerkleinern, Mahlen und Mischen. Es existieren bereits mehrere erfolgreiche Partnerschaften zwischen deutschen und algerischen Unternehmen. Die schon existierenden Partnerschaften bieten eine gute Basis für weitere Aktivitäten von deutschen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Bergbauindustrie.

Der algerische Staat ist sich des geophysikalischen Marktpotenzials des Landes bewusst und bietet finanzielle, steuerliche und infrastrukturelle Anreize, um den Aufbau von Bergbau-Clustern zu fördern. Das strategische Ziel ist, so viel wie möglich im Land zu produzieren und in der Folge auch zu exportieren. Das ehrgeizige Ziel eröffnet deutschen Unternehmen bei marktkonformer Herangehensweise sehr gute Kooperations- und Absatzmöglichkeiten.

Informationsflyer und Anmeldeunterlagen:

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