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Digitale Geschäftsanbahnung Chile / Peru Bergbau

Digitale Geschäftsanbahnung für deutsche Unternehmen und Anbieter mit Schwerpunkt auf neueste Technologien im Bergbau im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWK

Durchführungszeitraum: 12. - 16. September 2022

Veranstaltungsort: online

Anmeldefrist: 10. Juni 2022

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) organisiert enviacon international in Zusammenarbeit mit der AHK Chile und der AHK Peru eine digitale Geschäftsanbahnung zu neuesten Technologien im Bereich Bergbau in Chile und Peru. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramm. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Teilnahmebedingungen und Format der Veranstaltung

Im Fokus der Geschäftsanbahnung steht das B2B-Matchmaking zwischen deutschen Unternehmen und ausländische Akteuren. Das Markterschließungsprogramm richtet sich primär an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) der Bergbauindustrie in Deutschland. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 12 Unternehmen begrenzt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt, KMU haben Vorrang vor Großunternehmen.

Das Programm beinhaltet eine intensive Vorbereitung der Teilnehmer auf den Markteinstieg in Chile und Peru, darunter:

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  • Virtuelle Geschäftstermine: Individuell vorbereitete und durch Dolmetscher begleitete Geschäftstermine und Erstkontaktgespräche.

  • Marktbriefing: Digitale Seminarveranstaltung in Form eines Webinars mit Informationen zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

  • Auftaktveranstaltung: Die halbtägige Präsentationsveranstaltung in Form eines Webinars mit Unterstützung lokaler Branchenverbände und Unternehmen bietet Teilnehmern Möglichkeiten zum Networking und im Rahmen eines Vortrags Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsabsichten dem lokalen Fachpublikum und möglichen Geschäftspartnern näher zu bringen.

  • Umfangreiche Zielmarktanalyse: Diese beinhaltet allgemeine und fachspezifische Informationen über Marktpotenzial und -entwicklungen, rechtliche und politische Informationen zum Markteinstieg, Hintergrundinformationen sowie Kontaktdaten von relevanten Netzwerken in den Zielmärkten.

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Das Projekt wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) durchgeführt und ist Bestandteil des Markterschließungsprogramms für KMU, welches aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.

Eine Übersicht zu weiteren Projekten des Markterschließungsprogramms für KMU kann unter www.ixpos.de/markterschliessung abgerufen werden.

Bergbau in Chile und Peru

Als weltweit größter Kupfer- und zweitwichtigster Lithiumproduzent spielt der Bergbau für die chilenische Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Die Rohstoffgewinnung ist vor allem im Norden des Landes konzentriert und generiert im Vergleich zum nationalen BIP wesentlich höhere Anteile am Wirtschaftsvolumen einzelner Regionen, wie beispielsweise in der Region Antofagasta. In Chile werden Kupfer, Lithium, Molybdän, Silber, Gold, Eisen, Rhenium, Jod, Nitrate und seltene Erden abgebaut. Der Fokus liegt jedoch auf dem roten Metall. Im Jahr 2020 wurden in Chile 5,77 Mio. t Kupfer abgebaut, womit das Land rund 28 % des globalen Produktionsvolumens aufbringt.

 

Aufgrund globaler Tendenzen hin zur E-Mobility und zu neuen Zukunftstechnologien wird neben Kupfer das Mineral Lithium strategisch bedeutender und rückt damit auch im chilenischen Bergbausektor immer mehr in den Fokus. Chile verfügt weltweit über die größten Lithiumreserven und produziert derzeit 26,5 % des globalen Lithiumangebots.

 

In Peru werden verschiedene metallische Rohstoffe gefördert. Die wichtigsten darunter sind Kupfer, Gold, Silber, Zinn und Zink. Im Projektportfolio des peruanischen Bergbaus befinden sich 46 Projekte mit einem Investitionsvolumen von ca. 56 Mrd. USD.

 

Die bereits vorhandenen Entwicklungen im peruanischen Bergbau hin zu Mining 4.0 mit mehr Automatisierung, Digitalisierung und Fernbetrieb oder Fernwartung haben durch die Covid-19-Pandemie noch einen zusätzlichen Schub bekommen und sind aus neuen Projekten und Projekterweiterungen nicht mehr wegzudenken. Aktuell liefern sich zwei Projekte (Constancia und Quellaveco) ein Wettrennen darum wer die erste voll digitalisierte Mine hat.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

Das Investitionsvolumen im chilenischen Bergbau beträgt innerhalb der nächsten zehn Jahre 74,05 Mrd. USD und verteilt sich auf insgesamt 49 Projekte. 89,4 % des Portfolios sind im Kupfersektor angesiedelt, welcher ein Investitionsvolumen von 65,1 Mrd. USD in 31 Projekten umfasst. Neben steigenden Nachhaltigkeitsansprüchen müssen Bergbauunternehmen in Chile auch einen wachsenden Rohstoffbedarf decken und begegnen gleichzeitig dem Problem eines verminderten Rohstoffanteils im abgebauten Gestein. Die Produktionskapazität im chilenischen Rohstoffsektor muss daher gesteigert und Prozesse optimiert werden und eine ressourceneffiziente Rohstoffgewinnung berücksichtigen. Marktchancen bieten sich für deutsche Unternehmen daher auch in diesem Bereich und tangieren Themen der Prozessoptimierung, Automatisierung und der Industrie 4.0.

 

Aufgrund der extremen Wasserknappheit in den meisten Bergbaugebieten in Peru sind alle Technologien von besonderem Interesse, die den Verbrauch von Oberflächen- oder Grundwasser reduzieren oder gar ersetzen, ebenso Technologien zur Meerwasserentsalzung und Reinigung und Wiederverwendung von Bergbauabwässern. Die Verpflichtung der Unternehmen auf die SDGs und um von der Bevölkerung die soziale Lizenz für neue Projekte zu erhalten, wird das Thema Wassermanagement und Umwelt inklusive der Energieeffizienz in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

 

In Peru kommen überwiegend Truck&Shovel beim Abbau zum Einsatz. Die geografischen und geologischen Voraussetzungen bieten aber für kontinuierliche Förderung (Continuous Mining Systems) und In Pit Crushing and Conveying großes Potenzial, das praktisch noch nicht berührt wurde. Neben der finanziellen Rentabilität kann damit auch erneuerbare Energie leichter eingebunden werden und die Energieeffizienz gesteigert werden.

Zielgruppe und Preis

Die Geschäftsanbahnung richtet sich an deutsche Unternehmen aus dem Bereich Bergbau. Sie zielt darauf ab, Kontakte zu chilenischen und peruanischen Unternehmen zu knüpfen und auszubauen und neue Kooperationen in diesen Märktenzu ermöglichen.

Für die Teilnahme and der digitalen Geschäftsanbahnung ist ein Teilnehmerbeitrag zu entrichten. Dieser beträgt in Abhängigkeit der Unternehmensgröße zwischen 250 und 500 EUR (netto). Weitere Informationen hierzu finden Sie im Infoletter, den Sie sich oben herunterladen können. 

Ihre Ansprechpartnerin
Alba Elena Scheffler

Alba Elena Scheffler

Junior Consultant

Tel. +49 30 814 8841 -23 

scheffler@enviacon.com

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